Ulrich Sachsse
Sinngebung in der Psychotherapie trotz schweren Lebensschicksals
Workshop am 05.09.2007 | 18.00 - 21.30 Uhr | 8 cme-Punkte
Ort: Kassenärztliche Vereinigung

 
 

Es gibt Schicksalsschläge, Ungerechtigkeiten und schwerste
Kindheitsschädigungen, bei denen sich jeder fragt: Wie kann ein Mensch damit
weiterleben? Die Menschen haben sich gegenseitig seit vielen Jahrtausenden
schwerste Schädigungen und Traumatisierungen zugefügt, und menschliche
Gruppierungen haben kulturspezifisch Möglichkeiten entwickelt, mit
Schicksalsschlägen und Traumatisierungen umzugehen. Das gilt für Einzelne
wie für Gemeinschaften. Eine ganz zentrale Rolle spielen hier die
Religionen, die es dem einzelnen Menschen, aber auch einer Gruppierung,
einem Stamm oder einer Nation ermöglichen, ein traumatisches Ereignis zu
integrieren. Dies ist sicherlich ein aktiver Sinngebungsprozess, auch wenn
viele Menschen es so erleben, als hätte ein traumatisches Ereignis genuin
bereits einen Sinn gehabt. Aktive Sinngebung muss unmittelbar nach einem
belastenden Schicksalsschlag beginnen, um traumatische Erfahrungen
integrieren zu können. Die Menschen sind besonders in ihren Religionen hier
sehr kreativ und erfindungsreich gewesen. PsychotherapeutInnen sind in
letzter Zeit mehr und mehr gefordert, sich Sinngebungsprozessen zu stellen,
und Linden hat bereits eine "Weisheitstherapie" konzeptualisiert.

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